Badminton
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Chronik

Die Abteilung Badminton, eine der jüngsten Abteilungen des TuS Geretsried wurde 1970 als gemeinsame Abteilung mit der Abteilung Volleyball gegründet und ist seit 1974 eine selbstständige Abteilung. Unter Führung des heutigen Ehrenvorsitzenden der Badmintonabteilung, Oskar Artner, wuchs die seinerzeit exotisch anmutende Sparte bis heute zu einer stattlichen Abteilung mit ca. 160 Mitgliedern an. Von Anfang an stand der kontinuierliche Aufbau der Spielleistung gepaart mit gesellschaftlicher Kontaktpflege im Mittelpunkt der Abteilungsphilosophie. Nicht nur ein beharrliches Training der Aktiven und Jugendlichen, sondern vor allem auch das gute persönliche Verhältnis der Mitglieder untereinander, waren der Garant für viele erfolgreiche Jahre. Seit 1971 ist nun die Badmintonabteilung im Punktspielbetrieb.


Die Badmintoncracks der ersten Stunde:

stehend v.l.n.r. Lili Kraatz, Alexander Kraatz, Karl Friedrich, Gerd Münster, Marianne Münster, Josef Köhler, Renate Thenn

vorne v.l.n.r. Oskar Artner und Willi Thenn


Anfänglich in der C-Klasse beginnend, konnte die 1. Mannschaft bis Mitte der Achtzigerjahre vier Aufstiege feiern. 1986 erreichte man mit dem Aufstieg in die damalige Landesliga (seinerzeit die vierthöchste Liga) einen sportlichen Höhepunkt. Diese Mannschaft mit den Spielern Andrea Faulhaber, Conny Teubner, Roland Faulhaber, Werner Sommer, Bernd Bonin und Waldemar Krettek machte die Badmintonabteilung des TuS Geretsried bayernweit bekannt. Hierzu trugen auch die vielen oberbayerischen und bayerischen Titel der damaligen Badmintonjugend um Kerstin Leykauf, Stephan Düster, Roland Klaus und Michael Fischer bei.


Die Jugendarbeit, seit 1985 in der Hand von Hubert Vitzthum brachte viele talentierte Spitzenspieler hervor, die auch heute noch Hauptleistungsträger des Vereins sind. Nicht nur in unserer Abteilung, sondern auch in anderen Vereinen Bayerns zählen "ehemalige" Geretsrieder zu den anerkannten Spielern.


Zu den gesellschaftlichen Höhepunkten der Geretsrieder "Federballer" zählten die vielen Fernreisen. 1978 wurde Meran, 1983 Kopenhagen und Innsbruck und in regelmäßigen Abständen auch Berlin angesteuert. Diese Kontaktpflege zu auswärtigen Vereinen außerhalb der Verbandsspielrunde gab der Abteilung immer wieder die Gelegenheit zur Vertiefung der persönlichen Kontakte. Natürlich konnten auch des öfteren befreundete Mannschaften in Geretsried Quartier beziehen, um ihnen die Reize unserer Heimatstadt und seiner Umgebung nahezubringen.


1994 übergab Oskar Artner nach über 23 Jahren die Leitung der Badmintonabteilung in die Hände von Siegfried Forstner. Mittlerweile hatten sich zwei Aktivenmannschaften (Bezirksliga und B-Klasse) in ihren Ligen etabliert und konnten immer wieder auf gut ausgebildete Spieler aus der Jugendarbeit zurückgreifen. Die Abteilung hatte in dieser Zeit über 150 Mitglieder.


Im Juni 1999 konnte sich die 1. Mannschaft über die Relegation für die Bayernliga qualifizieren und damit wieder in einer vierhöchsten Klasse antreten. Die Mannschaft wurde besetzt durch Mathias Tiedtke, Mathias Renz, Stephan Düster, Stephan Heinle, Peter Müller, Kirstin Küppers, Kerstin Brehl und Bettina Protschka. Mit Abschluss der Saison 1999/2000 landete man auf dem Relegationsplatz. Anzumerken ist hier, dass zuahuse kein Spiel verloren ging. An den Relegationsspielen konnte man aufgrund einer Verletzungssorgen leider nicht teilnehmen.


Sigi Forstner zog es aus persönlichen Gründen nach Landshut und so übernahm Hans Dieter Hechtl am 25.02.2000 die Abteilungsleitung. Er hatte nun die schwierige Aufgabe den Verein neu auszurichten. Die Mitgliedzahlen brachen auf ca. 80 ein und die erste Mannschaft rund um Mathias Renz schaffte mit viel Standhaftigkeit, nach dem freiwilligen Rückzug bis in die B-Klasse, langsam wieder den Aufstieg bis in die Bezirksliga, der man heute noch angehört. H.D. Hechtl war aber bewußt, dass die Abteilung immer aus der Jugendarbeit seine Kraft gewonnen hat. So beschloss er, nachdem Hubert Vizthum vorübergehend eine Pause in seiner segensreichen Arbeit eingelegt hatte, die Jugendarbeit ganz neu aufzustellen.


Der neue Jugendleiter Martin Leinauer entwickelte mit Stephan Heinle ein langfristiges Konzept zur Jugendförderung, das 2005 gestartet wurde. Die ersten Früchte konnten bereits durch schnelle Erfolge in der oberbayerischen Rangliste gefeiert werden. 2007 gelang es den ehemaligen Bundesligaspieler und A-Trainer Uwe Eckhoff als Spielertrainer zu verpflichten. Zudem wurde TuS zum Leistungsstützpunkt in Oberbayern ausgewählt. Am 29.02.2008 übergab Hans Dieter Hechtl nach überwundener Krise die Abteilungsleitung an Sebastian Düster weiter.


Bereits im ersten Jahr hatte Sebastian eher mit Wachstumsschmerzen zu kämpfen. Die Anzahl der Mitglieder erreichte einen Spitzenwert von 170 man meldete  in der Saison 2008/2009 seit langem wieder drei Mannschaften und eine Schülermannschaft als Spielgemeinschaft (SG) mit dem TSV Nyphenburg Neuhausen in der Bayerliga Süd. Zehn aktive Jugendtrainer gilt es zu managen, von denen die meisten zum Glück auf ihr Übungsleitergeld verzichten.


Im Herbst 2009 gelang es einen weitern Top-Trainer nach Geretsried zu holen. Mit Udo Lehmann hat man nun einen ehemaligen Jugendnationaltrainer an Bord. In die Saison 2010/2011 startete man mit vier Seniorenmanschaften, eine Jugenmannschaft als SG mit dem TuS Prien und einer Schülermannschaft als SG mit TSV Nyphenburg Neuhausen in der Bayerliga Süd. In der Jugendarbeit erreichte man im Herbst 2010 das erste mal den Sieg beim Medallienspiegel in einer oberbayerischen Meisterschaft. Besonders die Familien Aschenbrenner (Sabrina, Viki), Gnalian (Samuel, Noah, Sascha), Heinle (Luca, Lea) und Leinauer (Jonny, Michi, Anna) stellten die Basis für diesen Erfolg.